Was ist TCM?
Die sogenannte Traditionelle Chinesische Medizin ist nicht traditionell im Sinne von althergebracht, sondern eine Erfindung der chinesischen Kommunisten um Mao aus den Zeiten der Kulturrevolution in den späten 60er Jahren des 20. Jahrhunderts.
In dieser Zeit verließen sehr viele Ärzte China, genauso wie es schon am Ende des Kaiserreiches geschehen war. Sie gingen in die USA, nach England und Frankreich. In diesen Ländern wurde viel von dem alten medizinischen Wissen bewahrt und an die nächsten Generationen weitergegeben.
Eigentlich wollten die chinesischen Kommunisten ganz China flächendeckend mit einer modernen westlichen Medizin versorgen. Angesichts der Kosten, die dies bei einem Milliardenvolk in einem Entwicklungsland verursacht hätte, nahm man schnell wieder Abstand von dieser Idee und fabrizierte aus westlicher und chinesischer Medizin die TCM.
Aufgenommen wurden nur Gedanken, die der kommunistischen Doktrin nicht entgegenstanden. Konzepte wie Yin & Yang oder das Shen als göttlicher Funke hatten natürlich keinen Platz. Stattdessen zog man alles auf die Organebene und gab der Krankheitsbeschreibung nach Zang-Fu Syndromen den obersten Stellenwert.
Inzwischen hat sich die Situation aber wieder verändert. Viele Ausländer, die ihre Therapeutenausbildung bei chinesischen Emigranten gemacht haben, brachten das alte Wissen wieder nach China zurück. Das gleiche taten chinesische Ärzte die im Ausland studieren konnten. Es gibt also einen ganz regen kulturellen Re-Import, der bis heute anhält.